Urlaub in Kolumbien

Tuesday, June 20, 2006

Parque Natural Amacayacu

Von Leticia ging es dann per Speed Boat in den Nationalpark "Amacayacu", Buchbar über Decamaron, Transfer ist inklusive. Von Leticia braucht es ca. 2 Stunden, aber nur weil unterwegs viele Stationen angefahren werden. Ein Tip, zeitiges kommen sichert eine 2er-Bank. Das ist deswegen gut, da das Boot meist bis zum letzten Platz gefüllt wird. Sitzt man dann auf der letzten Bank kann es eng werden.

solchem Comfort erwartet man gar nicht. Wir hatten Angekommen, empfängt einen schon die freundliche Crew des Parks. Die Lodges ineine Lodge für 4 Personen gebucht. Es gibt aber auch Dorm Rooms. Strom gibt es von bis 9 und ab 18 Uhr. Der Park
hat seine eigenen Generatoren. Früh halb 8 gibt es Frühstück für alle im Speiseraum. Und seit nicht enttäuscht, auch hier gibt es Internet und Fernsehen, aber nur im Aufenthaltsraum.Mit viel Liebe zubereitet. An großen Tischen kommt man auch gleich ins Gespräch mit den anderen Gästen und kann sich über mögliche Trips austauschen. Hier trafen wir auch die ersten Deutschen. Allgemein haben wir es genossen mal nicht so viele Europäer zu treffen. Die Leute die man dann hier antrifft sind aber alle auf der gleichen Wellenlänge, klar wer diesen Weg wählt hat so ziemlich die gleichen Vorstellungen von Urlaub.

Was kann und sollte man tun?

Gleich zu Beginn haben wir eine Nachtwanderung mit dem Kajak gemacht. Begleitet von einem einheimischen Guide glitten wir so fast lautlos in kleinen Nebenflüssen durch die Nacht. Wahnsinn! Der Dschungel ist laut. Man sieht so viele Sterne und naja nebenbei prüft der Guide per Taschenlampe halt ob Krokodile in der Nähe sind. 1 1/2 Stunden später ist man mit tausend Eindrücken zurück. Die Tour ist wie viele andere Touren inklusive.

Am nächsten Tag ging es auf eine 4-stündige Dschungeltour. Ein Guide, 3 Ahnungslose mit nur 4 Flaschen Wasser. Nehmt auf jeden Fall mehr mit! Start war in einem Nachbardorf. Dort gab es erstmal Gummistiefel für jeden. Nach ca. 15 Minuten wussten wir warum. Teilweise versinkt man bis zur Hälfte des Stiefels. Mit dem Guide gings also rein in den Dschungel. Nach einer halben Stunde war ich schon am Limit. Die unglaubliche Hitze, die Luftfeuchte und die Tour selbst waren der Hammer. Teilweise kommt man über kurze Freiflächen. Die fühlen sich an wie als wäre man in der Sauna. Der Guide war sehr gut, zeigte und erklärte uns viel und schritt schnellen Schrittes voran. Wir alle waren am Limit, ausser ihm natürlich. Dazu muss man sagen, dass wir alle sehr viel Sport treiben, konditionell also fit sind, aber die Verhältnisse raffen Dich einfach dahin. Unser Ziel war nur diesen Baum zu sehen. Baum, Baum, Baum, wann kommst Du endlich. Nach 2 Stunden waren wir da. Der Guide wollte gern noch weiter, aber der Baum war das Ziel.


Am nächsten Tag wartete schon das nächste Highlight. Rosa Delphine. Per Boot ging es eine halbe Stunde flussaufwärts zu einem Nebenarm des Amazonas, der bei Ebbe zum See wird. Hier dürfen pro Tag nur 3 Boote drauf. Wir waren allein. Allein auf einem riesigen See. Dann Schwimmwesten an und im Wasser treiben lassen. Schon nach kurzer Zeit ließ sich der erste Delphin blicken. Rosa Delphine kann man nur in Kolumbien bewundern. Sie sind größer als normale Delphine, haben keine so ausgeprägte Rückenflosse und verfügen über einen sehr beweglichen Kopf, was die Nahrungssuche im Dickicht bei Flut erleichtert. So trieben wir dann ca. 45 Minuten im Wasser, fasziniert von der Umgebung, der Stille und natürlich von den Delphinen, die auf ca. 20 Meter an uns rankamen. Ein Glück das wir erst nachher noch sehr detailliert über die verschiedenen Tierarten im Amazonas aufgeklärt worden, sonst hätten wir diesen Trip wahrscheinlich nicht gemacht.

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